Volksbank Marl-Recklinghausen eG gut aufgestellt

26. Januar 2018

Vorstände blicken trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück: „Sind weiter auf Wachstumskurs“ / Zuwächse bei Einlagen und Krediten / Mitglieder und Kunden profitieren von umfangreichen Angeboten / 2018 ist Raiffeisenjahr

 

Marl. Ein deutliches Plus bei den Einlagen und den herausgegebenen Krediten, in der Bilanzsumme und beim betreuten Kundenvermögen – die Volksbank Marl-Recklinghausen eG war auch im Geschäftsjahr 2017 trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter auf Wachstumskurs. Das wird beim Blick auf die vorläufigen Bilanzzahlen für das zurückliegende Wirtschaftsjahr deutlich, die Vorstandsvorsitzender Olaf Kilimann und sein Vorstandskollege Andreas Geilmann-Ebbert auf der Jahres-Pressekonferenz präsentierten.

Ein Jahr, das nach den einleitenden Worten der beiden Bankchefs geschäftlich geprägt war durch den anhaltenden Niedrigzins, die Auswirkungen der Digitalisierung sowie steigende gesetzliche Vorgaben und regulatorische Hürden. Dennoch sei es in diesem anspruchsvollen Umfeld gelungen, die erreichten Marktpositionen nicht nur zu behaupten, sondern durch qualifiziertes Wachstum in wichtigen Bereichen weiter auszubauen. „Wir sind weiter auf Wachstumskurs. Die im Jahr 2017 erzielten Erfolge bestätigen uns in unserer wirtschaftlichen Ausrichtung und in unserem genossenschaftlichen Geschäftsmodell“, so das Fazit des Vorstandsvorsitzenden Olaf Kilimann.

Die Bilanzsumme stieg auf über 1,1 Milliarden Euro an – ein Plus von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das gesamte betreute Kundenvolumen – dieser Wert beinhaltet neben den in der Bilanz festgeschriebenen Geschäften das gesamte Geschäftsvolumen mit den Mitgliedern und Kunden – erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro.

An ihrem Erfolg will die Volksbank Marl-Recklinghausen eG einmal mehr ihre Anteilseigner beteiligen. Angedacht ist die Ausschüttung einer Dividende auf Vorjahresniveau. Außerdem sollen die Rücklagen weiter gestärkt werden. Darüber entscheidet die Vertreterversammlung, die am 28. Juni 2018 zusammentritt.

„Wir sind mit diesem Ergebnis zufrieden. Dieser Erfolg ist das Ergebnis der intensiven Beziehungen mit unseren Mitgliedern und Kunden, denen wir auf verschiedensten Ebenen Mehrwerte bieten. Mit unserer ‚Genossenschaftlichen Beratung‘ haben wir sie passgenau in vielen Gesprächen begleitet“, betonte Vorstandsvorsitzender Olaf Kilimann. Daher gelte der Dank ausdrücklich den 236 Beschäftigten der Bank, darunter 13 Auszubildende.

Die Einlagen der über 27.326 (Vorjahr: 27.150) Mitglieder und rund 58.800 Kunden stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent auf die neue Rekordhöhe von 909 Millionen Euro. „Das zeigt das Vertrauen der Mitglieder und Kunden in die Volksbank als regional verwurzelter Finanzpartner vor Ort“, so Andreas Geilmann-Ebbert. Wie im Vorjahr parkten die Kunden ihr Erspartes und ihre Gelder vor allem in Sicht- und Termineinlagen. Das insgesamt von der Volksbank betreute Vermögen stieg um 5,8 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro.

Bei den Kundenforderungen verzeichnete die Bank nach den Worten der beiden Vorstände ein Wachstum von 3,9 Prozent auf 586 Millionen Euro. „Die Konsum- und Investitionsbereitschaft ist wegen der niedrigen Kreditzinsen nach wie vor hoch“, fasste Andreas Geilmann-Ebbert zusammen. Der Zuwachs der Privatkundenkredite (+1,3 Prozent) ist überwiegend auf Wohnungsbaukredite zurückzuführen. Der Zuwachs bei den Firmenkundenkrediten (+7,3 Prozent) spiegelt nach Einschätzung der Volksbank das gute wirtschaftliche Umfeld wider. Insgesamt wurden 126 Millionen Euro neu an Krediten vergeben. Davon flossen 80 Millionen Euro in Baufinanzierungen. Die insgesamt von der Volksbank betreuten Kredite erhöhten sich um 4,1 Prozent auf 731 Millionen Euro.

Die beiden Bankvorstände werteten diese positive Entwicklung auf beiden Seiten der Bilanz auch als Ausdruck einer kompetenten Beratung der Fachleute, der Nähe zu den Firmen- und Privatkunden sowie der schnellen und verlässlichen Kreditentscheidungen. Insgesamt unterhält die Volksbank Marl-Recklinghausen zwei Beratungszentren, sechs Filialen und elf SB-Standorte.

Unverändert groß war in 2017 das gesellschaftliche und soziale Engagement der Volksbank Marl-Recklinghausen eG vor Ort und in der Region: Insgesamt 150.000 Euro wurden per 31. Dezember 2017 als Spenden und Sponsoring in gemeinnützige Projekte von heimischen Vereinen und Institutionen investiert. Zusätzlich lädt die Volksbank regelmäßig zu Veranstaltungen ein.

Insgesamt sehen die beiden Bankvorstände ihr Haus gut gerüstet für die anstehenden Herausforderungen: Es werde frühestens 2019 eine Zinswende geben, die Digitalisierung erfordere erhebliche Investitionen, das veränderte Kundenverhalten neue Strukturen sowie Prozesse, und die Regulatorik wird auch weiterhin deutliche Kosten verursachen. „Wir werden daher in der Verantwortung für unsere Mitglieder nicht nachlassen zu prüfen, ob wir richtig aufgestellt sind. Wir wollen unseren Förderauftrag erfüllen und attraktive sowie moderne Arbeitsplätze sichern“, so Vorstandsvorsitzender Olaf Kilimann. Unter anderem gehöre hierzu auch, das veränderte Kundenverhalten bezüglich der Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen genauestens zu untersuchen. Würden einfache Bankdienstleistungen im Wesentlichen online über PC oder Smartphone sowie telefonisch abgewickelt, sei es bei beratungsintensiven Bankdienstleistungen wie Anlagestrategien oder Finanzierungen wichtig, den Berater vor Ort greifbar zu haben.

Raiffeisenjahr 2018

Insgesamt blickt die Volksbank Marl-Recklinghausen eG mit Zuversicht nach vorne. 2018 ist „Raiffeisenjahr“: Der Mitbegründer der genossenschaftlichen Idee, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, wäre am 30. März 2018 200 Jahre alt geworden. Unter dem Motto „Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“ soll das Jubiläum die Genossenschaftsidee weithin ins öffentliche Bewusstsein rücken. Schirmherr des Raiffeisen-Jahres ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Zahlreiche Veranstaltungen in ganz Deutschland – von Konferenzen und Ausstellungen bis hin zu Stadtfesten und Wanderungen auf Raiffeisens Spuren – würden die genossenschaftliche Idee präsent werden lassen.

„Genossenschaften gibt es seit über 150 Jahren, in mehr als 100 Ländern verbessern sie die Lebensqualität von Menschen, und der Genossenschaftsgedanke ist Weltkulturerbe – für uns alle Motivation, um uns auch in diesem Jahr wieder für unsere Mitglieder zu engagieren“, zeigten sich Vorstandsvorsitzender Olaf Kilimann und sein Vorstandskollege Andreas Geilmann-Ebbert zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr 2018.